06.01.2019 in Aktuelles

Neujahrsgrüße

 

Der SPD Ortsverein Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2019!

Für den OV: Holger Schröder

19.11.2018 in Aktuelles

SPD gedenkt der Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terror

 
"Trauerndes Elternpaar" - Bildhauerin Käthe Kollwitz

Anlässlich des Volkstrauertages am 18.11. gedenkt auch der Vorsitzende des SPD Ortsverein Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach Holger Schröder den Toten:

Fast auf den Tag genau vor 100 Jahren, am 11. November 1918, endete der Erste Weltkrieg. Deutschland kapitulierte und u.a. in Deutschland, Österreich-Ungarn und in Russland waren die Monarchien abgeschafft, und die Kaiser entweder im Exil oder sogar umgebracht, wie in Russland geschehen.
40 Staaten hatten sich an dem bis dahin umfassendsten Krieg in der Geschichte, an dieser „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts, beteiligt. Insgesamt wurden dabei 17 Millionen Menschen getötet.
Unvorstellbar das Leid der Soldaten an der Front und der Menschen in der Heimat, grausam die Auswirkungen des ersten industrialisierten Krieges.
Und nur 21 Jahre später sollte mit dem Zweiten Weltkrieg ein noch viel schlimmeres Inferno über die Menschen herein-brechen, das an Schrecken, Leid und Tod seinen Vorgänger bei weitem übertraf. 60 Millionen Menschen verloren damals durch Krieg und Gewaltherrschaft ihr Leben. 120 Millionen Menschen verloren in den beiden Weltkriegen des letzten Jahrhunderts Leben und Gesundheit! Hinter diesen Zahlen stehen Schicksale.
Am heutigen Volkstrauertag wollen wir ihrer gedenken.
So gedenken wir heute der Menschen, die den Ersten und Zweiten Weltkrieg miterlebt haben. Wir gedenken Millionen von Soldaten, die schwere physische und psychische Schäden erlitten haben, unzähligen Witwen und Waisen, die vor dem Nichts standen. Wir gedenken der Menschen, die im Widerstand gegen das nationalsozialistische Terrorregime aus Deutschland fliehen mussten oder hier in Zuchthäusern und KZ’s ihr Leben lassen mussten. Ihre authentischen Berichte fehlen uns immer mehr.
Die Menschen, die in unseren Städten und Dörfern nach dem Krieg den Wiederaufbau gestaltet haben, sie werden uns fehlen. All diese Menschen müssen wir in unserem kollektiven Gedächtnis behalten.
Einige Menschen fragen sich, ob dieser Tag seine Berechtigung habe. Hier steht dieser Hinterfragung ein klares Ja dagegen. Denn dieser Volkstrauertag ist ein Tag der Mahnung zur Versöhnung, Verständigung und Frieden. In dieser Hinsicht hat auch der französische Präsident Macron klare Worte geäußert. Er sagte, dass ein Land, das nur an seine eigenen Interessen denke, seine moralischen Werte verliere. Und weiter: Nationalismus ist Verrat am Patriotismus. Und ganz gefährlich ist der Populismus, der wieder die Dämonen hervorruft, die für die schlimmen Ereignisse der Vergangenheit schuld sind. Diese Warnung gilt auch für unsere Gemeinde, in der eine populistische Partei bei den vergangenen Landtags- und Bundestagswahlen gegenüber den demokratischen Parteien einen erheblichen Stimmenanteil erhielt.

Am diesjährigen Volkstrauertag wollen wir uns darauf besinnen, wofür wir stehen: Gerade die Erinnerung an die Opfer von damals und von heute mahnt uns, Menschen und Menschlichkeit in den Mittelpunkt unseres täglichen Handelns zu stellen.

Darum lassen Sie uns diesen Tag auch dazu nutzen, ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen der Hoffnung und des gemeinsamen Handelns. Lassen Sie uns aus der Vergangenheit lernen. Wir sollten weder unsere Vorurteile pflegen, noch dürfen wir uns einer scheinbar wachsenden Übermacht von Hass, Willkür und Intoleranz ergeben. Denn Toleranz ist der Schlüssel zum Frieden. Friede setzt aber auch Gerechtigkeit und Anteilnahme voraus. Genau dafür setzt sich auch heute noch die deutsche Sozialdemokratie ein!

Zum Gedenken an die Toten beider Weltkriege, an die Opfer von Terror, Gewaltherrschaft und Verfolgung möchte ich mit folgendem Zitat Willy Brandts schließen: "Denn nur wer sich daran erinnert, was gestern geschehen ist, erkennt auch, was heute ist und vermag zu überschauen, was morgen sein kann. "

Für den SPD OV: Holger Schröder

16.09.2018 in Aktuelles

Guten Start ins neue Schul- und Kindergartenjahr!

 

Der SPD Ortsverein Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach wünscht allen Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie allen am Schulleben Beteiligten, alles Gute für das neue Schuljahr. Ebenso möchten wir alle Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen und Erzieher in unsere Wünsche einschließen, da für sie nun auch ein neues Kindergartenjahr begonnen hat. Insbesondere den Erstklässlern wünschen wir einen gelungenen Start, viel Freude am Lernen und vor allem Spaß und gute Gemeinschaft mit ihren Schulkameraden.

 

Ihr SPD Ortsverein Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach

13.12.2017 in Aktuelles

SPD diskutiert und sucht nach neuen Wegen

 
Unsere Mitglieder im Austausch

Intensive und vielseitige Diskussion bei der vergangenen Mitgliederversammlung / Gleich 3 junge Neumitglieder wurden willkommen geheißen (siehe Artikel oben)

Viele Mitglieder waren dem Ruf zur Mitgliederversammlung im Restaurant „Kraichgaustube“ gefolgt, was durchaus der, für unser Land und für die SPD, bewegenden Zeit zuzurechnen ist. Eingangs umriss der Ortsvereinsvorsitzende Holger Schröder die aktuelle Entwicklung der vergangenen Woche, um anschließend auch auf den Leitantrag des Parteivorsitzenden Martin Schulz einzugehen, der letztlich auch den Weg zu „offenen Gesprächen“ bereiten sollte. Insbesondere die Themen Europa, Gesundheitssystem (Stichwort Bürgerversicherung), Rente und eine geordnete Einwanderungs- und humanitäre Flüchtlingspolitik stellen die größten Marksteine für die SPD dar.

In der anschließenden Debatte wurde schnell deutlich, dass die SPD sich wieder glaubhaft den Sorgen und Nöten der Menschen annehmen muss. Die „Flüchtlingsfrage“, welche überhaupt erst zur Entstehung einer größeren rechtsextremen Partei geführt hat, muss nun tatkräftig gelöst werden. Dabei ist es vielen Menschen nur schwer zu vermitteln, dass sozial Schwache und Asylsuchende in einen Topf geworfen werden. Scheinbar würden letztere dann über Gebühr bevorteilt. Hier muss sozialdemokratische Politik klarmachen, dass den Schwachen in unserer Gesellschaft auch glaubhaft wieder Anschluss- und Aufstiegsmöglichkeiten eingeräumt werden. Es ist darüber hinaus nicht hinzunehmen, dass beide Schicksale gegeneinander ausgespielt werden.

Auch in der Rentenpolitik stehen wir immer noch vor großen Problem (der SPD Ortsverein wendete sich erst im Juni dieses Jahres mit einer eigenen Veranstaltung dieser Thematik zu). Ali Tahta führte hierzu aus, dass selbst die Österreicher mit einer wesentlich höheren Mindestrente von ca. € 1400,- der Altersarmut entgegensteuern.

Diese ersten beiden Themen des Abends lieferten z.T. die Gründe dafür, warum die Bevölkerung so wählte, wie sie es am 24.09. tat, und auch für die Situation, in der die SPD nun steckt. So befand Gerhard Zörb, dass es nach dem Wahlabend blauäugig war, von einem Funktionieren der sogenannten „Jamaika-Koalition“ auszugehen. „Nun sucht sich Merkels CDU jemanden, der sie an der Macht hält“, knüpfte Peter Wirkner an. „In dieser Situation stecke sogar wieder etwas historisches“, so Peter Wirkner weiter. „Denn auch nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg 1918 war es die SPD, die den Karren aus dem Dreck ziehen musste.“

Tenor nahezu aller Versammelten war es, dass man die SPD nicht in der Regierung sah. Dies würde die AfD (mit gestärkten Rederechten) als Oppositionsführerin weiter aufwerten. Konzeptionell müsse etwas anderes her. Die Agenda-Politik zeigte immer noch ihre Auswirkungen, weshalb eine inhaltliche und personelle Neuaufstellung gefordert wurde.

Für den Ortsverein: Holger Schröder

17.11.2017 in Aktuelles

Gemeinsam gegen Krieg, Rassismus, Gewalt und Ausbeutung

 
Figurengruppe „Trauerndes Elternpaar“ von Käthe Kollwitz

Anlässlich des Volkstrauertages am 19.11. gedenkt auch der Vorsitzende des SPD Ortsverein Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach Holger Schröder den Toten:

Die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, so bezeichnete der amerikanische Historiker und Diplomat George Kennan den 1. Weltkrieg.

Der Volkstrauertag gedenkt, 103 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges und 78 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Dabei sollen wir uns an die Soldaten, die zivilen Kriegsopfer, die Opfer von Massakern und Genoziden erinnern. Aber auch die Toten der Diktaturen sollen nicht vergessen werden. Wir denken an diesem Tag auch an persönliche Schicksale in abstrakten Kämpfen um Staatsinteressen, in Glaubenskriegen, in Schlachten politischer Ideologien…

Insbesondere die deutsche Sozialdemokratie erinnert verstärkt daran, dass sie sich als Bollwerk der Demokratie versteht und gegen jede rechte und rassistische Tendenz in unserer Gesellschaft kämpft.

Vor fast genau 65 Jahren – also am 16. November 1952 – wurde der Volkstrauertag zum ersten Mal offiziell in der damals jungen Bundesrepublik begangen.

Begangen in einer Zeit, in der die Schrecken von Krieg und Gewaltherrschaft den Menschen noch deutlich und sehr lebendig vor Augen waren. Viele von ihnen litten damals noch unter den körperlichen und seelischen Folgen.

Etwas mehr als 100 Jahre seit Beginn des Ersten Weltkrieges und  72 Jahre seit Ende des Zweiten Weltkrieges begehen wir den Volkstrauertag als einen „Stillen Tag“, und überall in der Bundesrepublik finden Gedenkfeiern an diesem Tag statt.

Gemeinsam halten wir hierdurch die Erinnerungen an die Gräueltaten jener Zeiten wach und rufen uns das dunkelste Kapitel unserer Geschichte ins Gedächtnis. Niemals dürfen wir damit aufhören, uns die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt vor Augen zu führen.

Der Autor Henry Miller hat ausgedrückt, was eigentlich jedem Menschen klar sein sollte: „Jeder Krieg ist eine Niederlage des menschlichen Geistes.“

Und ein deutscher Offizier, Fritz Blachstein, schrieb: „Wenn das Ganze nur nicht so widersinnig wäre! Diese Zerstörung von lebenden und toten Werten unter Aufwand unabsehbarer Kosten und übermenschlicher Kraft. Wofür?" Das waren Aussagen im 1. Weltkrieg.

Aber ein noch schlimmeres Inferno sollte sich 21 Jahre später mit dem 2. Weltkrieg anschließen. Unermessliches Leid brach über die Menschen herein, man spricht von 60 bis 65 Mio Toten, andere Nachforschungen sprechen von einer Zahl von 80 Mio. Unfassbar diese riesige Zahl, unfassbar die riesige Zahl der Opfer von Massenverbrechen, Kriegsverbrechen und Völkermord.

Viele von uns kennen den Ausspruch, den man Kindern und Enkeln schon gesagt hat: „Du weißt gar nicht, wie gut Du es hast.“

Damit ist nicht gemeint, wie viele T-Shirts sich im Kleiderschrank befinden. Es ist vielmehr das Privileg, in einer Situation des Friedens und der Demokratie zu leben.

Wir müssen keine Angst vor Bombeneinschlägen haben. Wir kennen zum Glück nicht die Furcht davor, dass morgens um fünf Uhr die Geheimpolizei an die Tür klopft.

Nein, unsere Kinder wissen nicht, wie gut sie es haben. Sie können es nicht wissen, denn sie haben es nicht erlebt. Und die Älteren unter uns sind froh darüber, denn sie wissen, wie viel genau das wert ist – Frieden bei uns im Land, in Europa, in der Welt.

Aber um den Frieden wirklich zu erhalten und weiterentwickeln zu können, müssen wir unseren Kindern und Enkelkindern davon erzählen, wie schwer errungen dieses Erbe ist! Es ist nicht selbstverständlich und muss heute durch gute und vorausschauende Politik gesichert werden. Die SPD hat sich das in ihrer 154-jährigen Geschichte immer als oberstes Leitprinzip gesetzt. Für diese Ideale haben in dieser Zeit hunderttausende Genossinnen und Genossen gestritten!

Leider ist dieser Tag derzeit wieder besonders wichtig und aktuell. Denn durch den schrecklichen Krieg in Syrien werden wir damit konfrontiert, dass Frieden auch heute in vielen Teilen der Welt leider keine Selbstverständlichkeit ist. Auch der aufkeimende Nationalismus und Rassismus einer AfD oder die kurzsichtige Politik eines Trump-Amerikas bedrohen die westlich-humanistischen Werte.

Noch nie waren seit Ende des Zweiten Weltkriegs so viele Menschen weltweit auf der Flucht vor Kriegen und Bürgerkriegen. Frauen, Kinder, Alte und Kranke müssen ihre Heimat, ihre Familien und ihr gewohntes Umfeld verlassen, um Schutz zu suchen.

Zur Zeit befinden sich 1 Mio. Rohynghas auf der Flucht aus Myanmar. In privaten und politischen Debatten wird häufig von „den“ Flüchtlingen gesprochen und vergessen: Hinter dem Begriff stehen Menschen und ihre individuellen Schicksale, die oft von großem, von den Schrecken des Kriegs verursachtem Leid geprägt sind.

Deshalb sind wir aufgerufen, überall in der Welt für menschenwürdige Lebensverhältnisse einzutreten. Wir müssen gegen Armut und Kinderausbeutung vorgehen. Wir müssen uns weltweit um unsere Nachbarn kümmern, sonst lassen uns Gewalt, Unrecht und Krieg nicht los.

Wir sollten weder unsere Vorurteile pflegen, noch dürfen wir uns einer scheinbar wachsenden Übermacht von Hass, Willkür und Intoleranz ergeben. Denn Toleranz ist der Schlüssel zum Frieden. Friede setzt aber auch Gerechtigkeit und Anteilnahme voraus.

Für all dies gibt es drei große Begriffe, für die wir alle streiten sollten, und für die die SPD im Besonderen steht: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität!

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