08.02.2021 in Aktuelles

Unsere Zukunftsmissionen für Deutschland

Wir wissen: Die Welt nach der Pandemie wird eine andere sein. Das ist Herausforderung und Chance zugleich. Weichen werden neu gestellt. Die Richtung entscheiden wir! Jetzt geht es darum, wie wir technologisch weltspitze bleiben – und daraus erfolgreich Produkte machen. Wie wir unser Klima schützen, damit auch unsere Enkel – und ihre Kinder – noch eine Zukunft haben. Wie wir Mobilität neu erfinden, bei der Digitalisierung Standards setzen. Und wie wir erstklassige und moderne Gesundheitsversorgung für alle organisieren. Die Zukunftsmissionen sind große Ziele, die entscheiden, wie wir morgen – und übermorgen – leben werden. Keine Aufgaben für einzelne Ministerien, sondern für die ganze Bundesregierung. Das wird Chefsache im Kanzleramt.

Die Kraft von Sonne und Wind – und Wasserstoff

2050 – Deutschland ist klimaneutral. Erneuerbare Energien sichern die Versorgung – vollständig. Dafür müssen wir heute die Weichen stellen. Wir brauchen Stromnetze, Wasserstoffleitungen und Ladesäulen, also die notwendige Infrastruktur – und mehr Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Bereits bis 2040 soll der Strombedarf schon möglichst vollständig aus Wind- und Sonnenenergie bestehen. Weltweit soll Deutschland führend werden für Wasserstofftechnologien. Und: Wir werden dafür sorgen, dass Vermieter mindestens die Hälfte des CO2-Preises übernehmen.

Zur Gigabit-Gesellschaft

Wir wollen die Chancen, die die Digitalisierung bietet, für den Menschen nutzen. Der Zugang zu schnellem Internet ist für die Teilhabe am modernen Leben unverzichtbar und für viele Unternehmen und Regionen ein wichtiger Standortfaktor. Wir wollen auch bei der Halbleiterfertigung zum Beispiel, bei der Künstliche Intelligenz oder Quantencomputing spitze sein – und bis 2030 eine digitale Infrastruktur auf Weltniveau aufgebaut haben, natürlich auch eine voll digitalisierte Verwaltung. Eine „Gigabit-Gesellschaft“, in der sich die Menschen als emanzipierte Bürger*innen mit Rechten und Pflichten bewegen können. Das heißt auch: digitale Plattformen stärker in die Verantwortung zu nehmen – gegen Fake News, Hassrede und Diskriminierung.

Gesundheit! Gern geschehen!

Die Corona-Pandemie hat gezeigt: Deutschland hat ein überwiegend gutes Gesundheitssystem – es gibt aber Luft nach oben. Wir wollen ein modernes, zuverlässiges und flächendeckendes Krankenhaus- und Notfallversorgungssystem, das für jeden schnell erreichbar ist. Wir müssen die Potenziale der Digitalisierung für die Verbesserung von Diagnosen und für die flächendeckende gesundheitliche Versorgung entschlossener nutzen. E-Health und Robotik. Und die Förderung von Innovationen und neuen Methoden, wie zum Beispiel zuletzt bei BioNTech. Wir wollen dafür sorgen, dass die Menschen möglichst lange gesund bleiben. Wenn sie erkranken, sollen sie eine bedarfsgerechte und individuelle Behandlung in Anspruch nehmen können und nicht unnötigen Nebenwirkungen ausgesetzt sein. Pflegebedürftigkeit darf nicht Armut bedeuten. Eine Bürgerkrankenversicherung und eine Bürgerversicherung in der Pflege.

12.01.2021 in Aktuelles

Auf Druck der SPD: Durchbruch bei den Fördermitteln für Ganztagsangebote an Grundschulen!

Noch rechtzeitig vor Ende des Jahres einigte sich der Bund in zähen Verhandlungen mit der aktuellen Landesregierung in Baden-Württemberg (hier unter Federführung des durch die CDU regierten Kultusministeriums durch Frau Eisenmann), auf einen Kompromiss, damit knapp 100 Mio. € ins Ländle fließen können.

Um was geht es?

[…] Bisher hatten die Verwaltungsvereinbarung zur Ganztagsbetreuung 15 Länder unterschrieben, nur Baden-Württemberg hatte nicht eingewilligt. Vom Jahr 2025 an soll ein Recht auf Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern gelten. Der Bund hatte dafür 3,5 Milliarden Euro Unterstützung zugesagt. Zunächst sollen 750 Millionen Euro fließen, 98 Millionen davon nach Baden-Württemberg. […] (Q: faz.net vom 23.12.)

Besonders heikel ist ein Umstand, auf den die SPD bereits im Dezember durch den Sprecher für frühkindliche Bildung und Grundschulen Daniel Born (MdL) hingewiesen hatte. Born wies darauf hin, dass Kinderschutz keine Verhandlungsmasse für die abgelaufenen Gespräche zwischen Bund und Frau Eisenmann, um die Fördergelder für die Ganztagsbetreuung an Schulen, sein könne. „Einerseits kündigt die Kultusministerin Mindeststandards für die kommunalen Betreuungsangebote beim Kinderschutz an, andererseits kann sie Mindeststandards nicht einmal unter der eigenen Aufsicht einhalten. Offensichtlich sieht Frau Eisenmann Kinderschutz an Schulen lediglich als Verhandlungsmasse im Streit um Bundesgelder.“ Wie oben bereits dargelegt, war dies nur auf Druck der SPD möglich, da die Kultusministerin nun eine Verwaltungsvereinbarung auf den Weg bringen musste, in der sie zubilligte, dass sich das Land (die Schulaufsichtsbehörde) darauf verpflichte, „verlässliche Qualitätskriterien“ der Betreuung auch einzuhalten.

Wie sieht das in Mühlhausen aus?

Wie in ganz Baden-Württemberg, wuchs auch in der Gesamtgemeinde Mühlhausen ein Netzwerk an Betreuungseinrichtungen an unseren Grundschulen, die in kommunaler Trägerschaft sind. Bei uns nennt sich diese: „Kernzeitbetreuung“.

Dass diese Problematik nicht bereits in die Verhandlungen eingebracht wurde, stellt ein schweres Versäumnis der grün-schwarzen Landesregierung dar! Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass diese Angebote nun unter das Dach des Landes kommen. Dies würdigt die Arbeit auch unserer Betreuerinnen und Betreuer weiter auf, lässt Weiterqualifikationen zu und öffnet die Chance für ein pädagogisches Konzept und angemessener Bezahlung. Hier helfen diese und zukünftige Fördermillionen, die nun vom Bund und zukünftig auch vom Land mit großer Sicherheit kommen werden. Hierdurch wird es zukünftig auch in Mühlhausen möglich sein, die Betreuungssituation weiterzuentwickeln und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit noch größerem Respekt gegenüberzutreten.

Warum ist eine Ganztagsbetreuung in der Grundschule so wichtig?

Uns ist hier ein Blick in die Geschichte wertvoll: Unter der CDU geführten Bildungspolitik wurde für die Ganztagsbetreuung überhaupt nichts gemacht. Das hatte zur Folge, dass gerade für die Frauen die Situation vor Ort verheerend war. Man konnte zwar das kommunale Ganztagsangebot im Bereich der Kitas und Kindergärten nutzen und so wieder in den Beruf einsteigen. Doch beim Übertritt des Kindes in die Grundschule war man wieder dazu gezwungen, Rücksprache mit der/dem Vorgesetzten zu halten, um die Arbeitszeit wieder zu verringern. Die Familien haben darum Druck gemacht und die Kommunen – allen voran sozialdemokratische Politiker/innen – haben reagiert. So entstand ein Netz von kommunalen Ganztagsangeboten in der Grundschule, das in den letzten Jahren immer weiter verbessert und ausgebaut wurde. Das Problem war nur, dass es in der Regel nicht unter der Schulaufsicht stand.

Man muss sich hier vor Augen halten, dass Baden-Württemberg das letzte Bundesland ist, das diese Zuständigkeit so hatte bzw. verteidigen wollte. Selbst Bayern – mit einer ähnlichen Struktur und einem Kultusminister der Freien Wähler – hat dies als Chance erkannt, und eine Quasi-Schulstruktur nun auch in Schulaufsicht überführt. Die CDU machte die gegenteilige Politik: Erst ist sie ruhig und nun macht sie Lärm.

Die Haltung der SPD – auch hier vor Ort – war schon immer: Ganztagsförderung für Kinder im Grundschulalter erhöht die Teilhabechancen und ermöglicht eine bessere individuelle Förderung der Kinder. Gleichzeitig unterstützen Ganztagsangebote die Eltern dabei, Beruf und Familie zu vereinbaren.

Und nun?

Wir halten es für machbar, dass die jetzigen Angebote durch den Kompromiss auch von dem Programm profitieren können. Es wird jedoch nicht alles über den Haufen geworfen: Das Kultusministerium übernimmt formal die Aufsicht über die Ganztagsbetreuung an Grundschulen, die Kommune darf sie aber wie bisher organisieren.

Für die SPD: Holger Schröder

05.01.2021 in Aktuelles

Ein gutes neues Jahr 2021!

Die SPD Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach wünscht allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein gutes neues Jahr 2021! Möge dieses besser werden, als das letzte zu Ende gegangen ist!

Die Corona-Pandemie hat unser aller Leben umgekrempelt und zeigt uns die Grenzen unserer Gesellschaft auf. Wie durch ein Brennglas wurden die Schwächen ungeschönt sichtbar.

Die deutsche Sozialdemokratie hat sich zügig daran gemacht, diese Mängel zu benennen und für Besserung zu sorgen. Es ließ sich unter dem Zwang der Pandemie vieles schneller umsetzen als zuvor, etwa die Digitalisierung, Hilfen für die, die unter den Folgen der Krise besonders zu leiden haben, und – nicht zuletzt – die Entwicklung von Impfstoff.

Das gibt uns – trotz der neuen aktuellen Einschränkungen – Optimismus für dieses neue Jahr 2021. Gehen wir es positiv an!

Die SPD Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach wird auch weiterhin hier vor Ort als konstruktiv gestaltende Kraft tätig sein und tätig bleiben und die angelaufenen Projekte und Diskussionen begleiten.

Für #daswichtigejetzt, hier in der Gesamtgemeinde Mühlhausen, setzt sich ihre SPD ein! Glück auf!

21.12.2020 in Aktuelles

Weihnachtsgrüße

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Ein unglaublich schwieriges Jahr geht seinem Ende entgegen. Nie hätten wir uns vorstellen können, dass es eine Pandemie gibt, die unser aller Leben verändert. Corona hat nicht nur uns, sondern die ganze Welt fest im Griff. Das hat direkten Einfluss auf unser Leben in der Familie, Beruf, Schulen und Kindergärten. Auch für das Leben in unsere Gemeinde hat sich vieles verändert.

Nun stehen wir vor einem neuen Lockdown – und vor dem Weihnachtsfest. Wir hoffen gemeinsam darauf, dass die neuen Maßnahmen schnell greifen und die Inzidenzzahlen wieder sinken.

Lassen Sie uns, auf Abstand, solidarisch zusammenrücken und die neuen Herausforderungen gemeinsam bewältigen.

In diesem Sinne wünscht Ihnen der SPD-Ortsverein ein besinnliches, schönes Weihnachtsfest und die besten Wünsche für das Jahr 2021.

Bleiben Sie gesund.

Für die SPD: Karin Hassfeld

21.12.2020 in Aktuelles

SPD-Forderung: Pflegepersonal sollte sich in Einrichtungen durch mobile Teams impfen lassen können

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Castellucci und die SPD-Kreisrätin Andrea Schröder-Ritzrau fordern den baden-württembergischen Sozialminister Manne Lucha (Grüne) auf, dem Personal in Alten- und Pflegeeinrichtungen die Möglichkeit zu geben, sich ebenfalls gegen Corona impfen zu lassen, wenn mobile Teams die Alten- und Pflegeheime aufsuchen. Das ist nach den bisherigen Plänen des Sozialministeriums nicht der Fall.

"Die Pflegekräfte sind besonderen Risiken ausgesetzt und haben außerdem einen stressigen Alltag. Deshalb sollte es ihnen so leicht wie möglich gemacht werden, sich impfen zu lassen und den organisatorischen Aufwand so klein wie möglich zu halten", finden Castellucci und Schröder-Ritzrau.

Zustimmung zu dieser Forderung kommt aus der Praxis. Anke Schroth, Leiterin des Alten- und Pflegeheims Haus Schönblick in Dielheim unterstützt das Anliegen: "Ein solches Vorgehen wäre sehr vernünftig. Es gibt keinen plausiblen Grund, warum sich Pflegekräfte, die ebenfalls mit höchster Priorität geimpft werden, in ein Impfzentrum begeben sollten, obwohl das mobile Impfteam schon im Haus ist."

01.12.2020 in Aktuelles

Tarifvertrag im öffentlichen Dienst bringt auch eine Corona-Prämie für ErzieherInnen

Um die besonderen Leistungen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst, und somit auch bei uns in der Gesamtgemeinde Mühlhausen, in der Corona-Krise zu honorieren, sieht die Tarifeinigung von Ende Oktober auch die Zahlung einer Corona-Prämie vor. Die SPD Gemeinderatsfraktion sah diesen Schritt bereits nach dem harten Lockdown im Frühjahr für geboten und richtig und stellte deshalb einen Antrag im Gemeinderat. Die SPD vertritt weiterhin die Auffassung, dass uns das Engagement der Erzieherinnen und Erzieher nach dieser Hochrisikophase einer Anerkennung wert sein sollte. Diese waren es schließlich, die in Notgruppen tätig waren und weitgehend ohne besondere Schutzmaßnahmen (Kleinkinderbetreuung auf Abstand funktioniert eben nicht), bei einem R-Wert von über 2 (!), unsere Kinder betreuten.

Auch hinsichtlich des gestiegenen Personalbedarfs im pädagogischen Bereich hätte es der Gemeinde gutgestanden, sich weiter als „guter Arbeitgeber“ zu präsentieren, der seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Gebühr wertschätzt. Immer wieder werden durch die Verwaltung neue pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Dies ist zur Zeit nicht einfach, da der Arbeitsmarkt in diesem Bereich sehr angespannt ist und schlichtweg kaum ErzieherInnen zu bekommen sind. Sehr viele Kommunen suchen derzeit neue Fachkräfte. Auch deshalb ist es für die SPD von großer Bedeutung, dass die Gemeinde Mühlhausen als attraktiver Arbeitgeber weiter gestärkt wird. Wie zu erkennen war, verschließt sich die CDU weiterhin dieser Argumentation und baut künstlich einen Dissens zwischen den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in unserer Gemeinde auf, den wir nicht begründet sehen.

Nun konnten in einem gesonderten Tarifvertrag „TV Corona-Sonderzahlung 2020“ durch Arbeitgeber und Gewerkschaften die zentralen Aspekte geregelt werden. Alle Beschäftigten erhalten „zusätzlich noch in diesem Jahr“ eine Corona-Prämie! Durch den Einsatz progressiver Politik, wie das auch die SPD Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach hier vor Ort zeigt, sowie durch das Verhandlungsgeschick der Gewerkschaften, wurde nun eine Corona Prämie möglich, die nun alle GemeindemiterarbeiterInnen und insbesondere auch unsere Erzieherinnen und Erzieher einbezieht!

Die Corona-Sonderzahlung gestaltet sich dabei folgendermaßen:

  • unteren Entgeltgruppen (1-8) erhalten 600 Euro (hierunter fallen die Erzieherinnen und Erzieher!),
  • die mittleren (9-12) 400 Euro,
  • die oberen Lohngruppen (13-15) 300 Euro,
  • für Auszubildende 225 Euro (Bund 200 Euro).

Das Antragsvorhaben der SPD vom Frühjahr ist nicht vom Tisch. Wie die SPD damals deutlich machte – hier standen ihr auch die Freien Wähler/ die Grünen bei – wollen wir die Kindergärten unserer Gemeinde während der Pandemie besonders eng begleiten und bedarfsgerechte Hygiene- und Unterstützungsmaßnahmen ermöglichen.

Die SPD freut sich ausdrücklich über die erzielte Tarifeinigung des öffentlichen Dienstes, in den nun alle Beschäftigten einbezogen werden konnten. Es ist ein starkes Zeichen, dass diejenigen, die dieses Land durch die Krise tragen, mehr Geld bekommen. Die SPD wird auch zukünftig die Tarifpartnerschaft und die Mitbestimmung weiter stärken.

Für die SPD: Holger Schröder

30.11.2020 in Aktuelles

V.l.n.r.: Judith Kreiter (Grüne), Holger Schröder (SPD), Bgm. Jens Spanberger und Martina Krause (FW)

Fraktionsübergreifende Glückwünsche zur Geburt überbracht

Glückwunsch zur Tochter! Welch ein Schatz!
Und sicher stimmt auch dieser Satz:
Ein Töchterchen, anmutig, fein,
ist stets des Hauses Sonnenschein!

Die Vertreter der Fraktionen von SPD (Holger Schröder), Freie Wähler (Martina Krause) und Grünen (Judith Kreiter) überbrachten unserem Bürgermeister Jens Spanberger und seiner Frau Claudia, in der Sitzungspause der vergangenen Gemeinderatssitzung, die besten und herzlichsten Glückwünsche zur Geburt ihrer Tochter Amelie. Wir hoffen, dass die "Windeltorte" gute Dienste leistet und die mit ihrem Namen bestickten Schuhe sie auf ihren ersten Schritten begleiten.

Für die SPD-Gemeinderatsfraktion: Holger Schröder

 

17.11.2020 in Aktuelles

Volkstrauertag - Gedenken in Corona-Zeiten

Anlässlich des Volkstrauertages am 15.11. gedenkt auch der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach, Holger Schröder, den Toten:

Vor fast genau 68 Jahren – also am 16. November 1952 – wurde der Volkstrauertag zum ersten Mal offiziell in der damals jungen Bundesrepublik begangen.

Begangen in einer Zeit, in der die Schrecken von Krieg und Gewaltherrschaft den Menschen noch deutlich und sehr lebendig vor Augen waren. Viele von ihnen litten damals noch unter den körperlichen und seelischen Folgen.

Heute leben wir in Pandemiezeiten in einer ähnlichen Ausnahmesituation. Wobei ich keine Vergleiche mehr zu Kriegen bzw. zur Zeit des Nationalsozialismus ziehen würde. Das würde diese lediglich verharmlosen. Trotzdem zwingt uns die Pandemie zu starken Einschnitten im öffentlichen Leben, weshalb auch das Gedenken in unserer Gemeinde nicht wie in gewohnter Weise durchgeführt werden konnte. Trotzdem sollten wir an diesem Tag – wie auch grundsätzlich im eher stillen Monat November – inne halten, um uns der Bedeutung menschlichen Zusammenlebens und des Wertes des Friedens gewahr zu werden. Beeindruckend finde ich immer noch die Worte des damalige Reichstagspräsident Paul Löbe (SPD), der bei der Gedenkveranstaltung im Reichstag am Volkstrauertag 1922 in Erinnerung an die vielen Gefallenen des Ersten Weltkrieges (1914-1918) mahnte: „Leiden zu lindern, Wunden zu heilen, aber auch Tote zu ehren, Verlorene zu beklagen, bedeutet Abkehr von Hass, bedeutet Hinkehr zur Liebe, und unsere Welt hat die Liebe not.“ Hinsichtlich des Hasses, welcher insbesondere von Seiten der sog. AfD in der öffentlichen, wie auch in der digitalen Debatte, gestreut wird, ist dieses Zitat aktueller denn je.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am 15. November bei der zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Plenarsaal des Deutschen Bundestages das Totengedenken gesprochen. In diesem Jahr ist der Volkstrauertag der britisch-deutschen Freundschaft gewidmet. Bundespräsident Steinmeier lud dazu den Prinzen von Wales ein, der die Gedenkrede im Bundestag hielt.

Der Text des Totengedenkens lautet:

„Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt Opfer geworden sind. Wir gedenken der Opfer von Terrorismus und Extremismus, Antisemitismus und Rassismus in unserem Land.

Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz.

Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“

10.11.2020 in Aktuelles

„Auf die veränderten gesellschaftlichen Strukturen richtig reagieren“

SPD zu Gast bei der Einweihung des neuen Familienzentrums St. Nikolaus in Rettigheim

Kurz vor dem erneuten Lockdown mit strengeren Kontaktbeschränkungen konnte die Eröffnung des neuen Familienzentrums St. Nikolaus in Rettigheim – unter Einhaltung der gültigen Hygienevorschriften – noch mit einem kleinen Festakt unter freiem Himmel begangen werden. Zum Glück spielte auch das Wetter mit, weshalb auch die Luftballons der Kinder erfolgreich in den Himmel, und für alle weithin sichtbar, geschickt werden konnten.

Auf der Startseite der neuen Internetpräsenz des Familienzentrums findet sich ein Zitat von Prof. Dr. Gerald Hüther: „Ein Kind braucht Aufgaben, an denen es wachsen kann, es braucht Vorbilder, an denen es sich orientieren kann und es braucht Gemeinschaften, in denen es sich aufgehoben fühlt!“ (Quelle: https://kindergarten-faz-rettigheim.de/) Diese „Gemeinschaften“ will das Team des Kindergartens St. Nikolaus um die Leiterin Heidi Meyer schaffen. Um deutlich zu machen, was damit genau gemeint ist, hatten die Erzieherinnen und Erzieher tatkräftige Unterstützung: Mittels einigen Eingangsstatements und einem Lied machten die Kinder des Kindergartens St. Nikolaus uns Gästen und Zuhörerinnen und Zuhörern deutlich, was Familie ist. Mit einem vielfältigen Unterstützungs- und Begleitungsangebot sollen Familien gestärkt werden. Bildung und Beratung bilden dabei das eine Standbein, während auf der anderen Seite auch die Begegnung das Angebot ergänzt. Hierbei ist nur zu hoffen, dass die Corona-Pandemie unter tatkräftiger Mithilfe Aller alsbald überwunden, damit dies endlich wieder möglich werden kann.

Einen schönen und tollen Raum erhielt das neue Elterncafé

Genau hierfür wartet das Familienzentrum mit neu gestalteten Räumlichkeiten und Toiletten auf! Sobald es das Infektionsgeschehen wieder zulässt, sollen in diesem Elterncafé wieder Begegnungen stattfinden können. Wie die Leiterin Heidi Meyer berichtete, wurde das Team hierbei auch von Elternseite tatkräftig unterstützt: Hier bedankte sie sich insbesondere bei Frau Nathalie Schmidt, die bei Gestalt und Aussehen unterstützte. Aber auch das örtliche Handwerk wurde mit ihrer ideenreichen Umsetzung lobend erwähnt! Hier galt der Dank dem Malerbetrieb Pfeifer (Östringen), der Firma Elektro Bös (Rettigheim) und der Schreinerei Kamuf (ebenfalls aus Rettigheim).

Der Fraktions- und Ortsvereinsvorsitzende Holger Schröder überbrachte die Glückwünsche der SPD und wünschte dem Familienzentrum viel Erfolg und alles erdenklich Gute. Die SPD wird weiterhin tatkräftig für dieses Angebot für Rettigheimer Familien werben und Unterstützung leisten. Neu zugezogene, wie auch hier bereits länger beheimatete Familien bekommen mit dem Familienzentrum ein konzeptionell sehr gut ausgearbeitetes Angebot, das ein besseres und gelingendes Miteinander möglich machen soll.

In den nächsten Gemeinderatssitzungen wird auch das Thema des „Offenen Treffs“ in Mühlhausen beraten werden. Dieses Projekt soll für Mühlhäuser Familien eine ähnliche Anlaufstelle und soll mit dem Rettigheimer Familienzentrum verknüpft werden. Auch der „Offene Treff“ wird von der SPD (wie in der Gemeinderundschau Nr. 32 vom 06. August bereits zu lesen war) unterstützt. Hierdurch verstärken wir unsere Bemühungen die Gesamtgemeinde Mühlhausen noch familienfreundlicher zu machen.

17.10.2020 in Aktuelles

Moderne Schulen. Jetzt!

Das war ein weiterer guter und wichtiger Schritt beim vergangenen Schulgipfel, damit wir in Zeiten von Corona nicht nur zuverlässige und gerechte, sondern auch zeitgemäße, digitale Bildungsangebote in unseren Schulen bekommen.

Zügig digitale Lehr- und Lernangebote entwickeln und umsetzen, die ja längst nicht nur für Pandemiezeiten notwendig sind. Auf dem Schulgipfel im Kanzleramt mit den Kultusministerinnen und -ministern der Länder haben wir nun den weiteren Rahmen vereinbart und das Startsignal gegeben.

Natürlich ging es auch um richtigen Infektionsschutz, damit die Schulen im anstehenden Herbst und Winter weiter regulär arbeiten können. Aber mindestens ebenso wichtig ist der Schub, den wir jetzt der digitalen Bildung geben. Mit dem zügigen Ausbau von schnellem Internet an jeder Schule. Mit Laptops für alle Lehrkräfte und für Kinder, deren Eltern sich das nicht leisten können. Mit der Ausbildung und Finanzierung von technischen Fachleuten für die digitale Infrastruktur an den Schulen. Mit günstigen Schülertarifen fürs Internet für unter 10 Euro, die das Bildungs- und Teilhabepaket für bedürftige Schülerinnen und Schüler übernimmt. Kompetenzzentren, eine nationale Bildungsplattform für die Vernetzung der bestehenden digitalen Lernlandschaft – und für ein Angebot von hochwertigen digitalen Bildungsmedien für alle!

Dafür nehmen wir viel Geld in die Hand, gemeinsam mit den Ländern. Denn unsere Kinder haben Anspruch auf Schulen, die im Hier und Jetzt angekommen sind. Und die auch morgen noch auf der Höhe der Zeit sind. Und wir kommen unserem Ziel von bester Bildung für alle – egal, ob die Eltern viel Geld haben oder nicht – ein ganzes Stück näher. Gute digitale Bildung als öffentliches Angebot kann die Lücke ein gutes Stück weit schließen.

Der Schulgipfel gibt uns den nötigen Schub, damit wir jetzt schnell auf diesem Weg vorankommen. Anfang kommenden Jahres treffen wir uns in dem Kreis wieder und überprüfen, wie weit wir bis dahin gekommen sind und wie es zügig weitergeht.

Ein Namensbeitrag der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken.

Unsere Landtagskandidatin