16.11.2018 in Historisches

SPD Mühlhausen erinnert an 100 Jahre Frauenwahlrecht – Neue Zeiten. Neue Ideen.

 

„Her mit dem Frauenwahlrecht!“ Das war vor mehr als 100 Jahren der Schlachtruf mutiger Frauen, vor allem mutiger Sozialdemokratinnen wie Marie Juchacz, Clara Zetkin und Luise Zietz (beschlossen im Rat der Volksbeauftragten unter Vorsitz des späteren Reichspräsidenten Friedrich Ebert). Sie waren es, die das aktive und passive Wahlrecht für Frauen erkämpft und damit den Weg bereitet haben für wichtige Meilensteine in der Frauen- und Gleichstellungspolitik.

In der über 150-jährigen Geschichte der SPD zählt die Einführung des Frauenwahlrechts zu den zentralen Errungenschaften.

Die vergangenen 100 Jahre haben gezeigt: Perspektiven und Interessen von Frauen werden nur dann gleichwertig berücksichtigt, wenn es zum Selbstverständnis einer Gesellschaft gehört, dass Frauen in der Politik mitreden und mitentscheiden. Deshalb war auch der Quotenbeschluss der SPD am 30. August 1988 auf dem Münsteraner Parteitag so wichtig. Als erste und bislang einzige Volkspartei hat die SPD damit eine verbindliche Quotenregelung eingeführt. Das wäre ohne die Beharrlichkeit der Frauen in der SPD nicht möglich gewesen.

Die parteiinternen und politischen Erfolge der Frauen sind hart erkämpft und keine Selbstläufer. Das sind sie bis heute nicht – im Gegenteil. Durch eine rückwärtsgewandte Rhetorik und Programmatik nicht nur von Rechtspopulisten – auch auf europäischer Ebene – fühlen sich diejenigen gestärkt, die diesen gesellschaftlichen Fortschritt zurückdrehen wollen. Auch wenn sich der übergroße Teil der Gesellschaft zur Gleichstellung der Geschlechter bekennt, werden neuerdings mal leise, oft aber auch offen und laut Errungenschaften der Frauen- und Gleichstellungspolitik in frage gestellt. Dieser Entwicklung stellen sich Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten mit Entschlossenheit entgegen.

20.11.2008 in Historisches

Vom Sattlergesellen zum Reichspräsidenten – Ein Leben in Verantwortung

 

SPD-OV Mühlhausen lädt die Ortsbevölkerung und Mitglieder zum Besuch der Ebert-Gedenkstätte und des Weihnachtsmarktes in Heidelberg ein.

„Als ich, ein junger Sattlergeselle, in die deutsche Arbeiterbewegung eintrat, klang mir zuerst das Wort entgegen: ‚Des Volkes Wille soll oberstes Gesetz sein’. Damit war ich einverstanden und daran habe ich festgehalten mein Leben lang.“ Diese Zeilen schrieb Friedrich Ebert am Tage der Wahlen zur Nationalversammlung (19. Januar 1919) im „Vorwärts“, womit er seine Auffassung verteidigte, dass nur eine vom Volk gewählte Instanz darüber zu entscheiden habe, wie es nun mit Deutschland – nach dem verlorenen Weltkrieg – staatsrechtlich weitergehen sollte.

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