Bericht aus dem Gemeinderat: Information und Beschluss zum Integrationsmanagement

Veröffentlicht am 11.05.2022 in Gemeinderatsfraktion

Wie froh können wir doch sein, dass wir mit Frau Rojda Lenz (Integrationsbeauftragte) und Herrn Nabil Katawi, zwei tatkräftige, junge und frische Menschen gefunden haben, die im Rahmen des interkommunalen Zusammenschlusses auch für die Gesamtgemeinde Mühlhausen die Unterstützung und Hilfestellung für Geflüchtete organisieren. Auch die SPD-Fraktion konnte sich von der, mit großem Verve vorgetragenen, Integrationsarbeit überzeugen. So schilderten sie, wie sie während der Corona-Pandemie die Klippen des Abstandsgebots umschifften, wobei mancher Eimer zum Transporteur wichtiger Güter oder Papiere wurde. Nachdem nun die erste „Welle“ an Flüchtlingen aufgrund des Krieges in Syrien bewältigt werden konnte, zeigte sich die SPD froh, dass beide dem Integrationsmanagement treu geblieben sind. Freudig konnte Herr Katawi von einigen Erfolgen berichten: Z.B. von der syrischen Familie, die inzwischen sogar eingebürgert wurde und ihre deutschen Pässe erhielt. Diese bereichern durch ihre Persönlichkeiten, aber auch durch ihre Erwerbstätigkeit nun ihre neue Heimat und den deutschen Staat.

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Ferner berichtete Frau Lenz, dass das „Café-Asyl“, welches sich gegenüber dem Rathaus in Mühlhausen befindet, aufgewertet und im Rahmen des Projekts „Gemeinsame Vielfalt“ weiterentwickelt wird. Hierdurch soll die Einrichtung einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden. Bereits am 07.07.2021 entwickelten wir in unserem Artikel „Unsere Zukunftsvorstellung einer digitalen Gemeinde“ (weiterhin einsehbar über unsere Homepage) folgende Idee aus:

„In Bezug auf die Digitalisierung könnte beispielsweise überlegt werden, ob nicht eine Einrichtung für Jugendliche („digital Natives“) mit einer IT-Grundausstattung und einer eigenen Cloud einen Kern für eine moderne digitale Gemeinde bilden könnte. Gemeinsame Freizeit mit Freunden, das Tüfteln in einer IT-Werkstatt, einen Bereich für gemeinsames Arbeiten am Computer, das alles könnte nahtlos übergehen in digitale Erwerbstätigkeit („digital work space“). [….] Unter einem gemeinsamen Dach könnte die Freizeitgestaltung für Jugendliche auch zum Treffpunkt für Erwachsene werden, die sich mit dem Computer beschäftigen wollen, ohne über die vielfältigen Alltagserfahrungen der Jugendlichen zu verfügen. Ein Handwerker aus dem Ort würde vielleicht einen Kaffee trinken, während er sich von einem jungen Digitalkundigen erklären lässt, wie er ohne hohen Kosten- und Zeitaufwand eine attraktive Homepage für seinen Betrieb erstellen kann. Die ältere Dame aus der Nachbarschaft möchte Fotos von ihrem 90. Geburtstag an ihre Enkelin nach Australien senden und würde sich über eine Hilfestellung durch einen Jugendlichen freuen, der es gemeinsam mit ihr am Computer gleich versendet. Das alles könnte unter einem gemeinsamen Dach stattfinden und es könnten Impulse für die gesamte Gemeinde ausgehen.“

Ein breiteres Publikum und der Einbezug der digital bestens aufgestellten ukrainischen Kinder und Jugendlichen (diese werden während des Krieges z.B. aus Odessa bereits jetzt digital beschult!) könnten hier eine Win-Win-Situation herstellen.

Des Weiteren soll das neue Begegnungshaus einen Second-Hand-Bereich erhalten, wodurch nun endlich auch eine jahrzehntealte Forderung der SPD-Fraktion in greifbare Nähe rückt! Wiederholt hatten sich die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten für eine „Kleiderstube“ in der Gesamtgemeinde ausgesprochen, was jedoch immer wieder auf taube Ohren stieß. Wie schade ist es doch, dass es wiederum einer verheerenden Krise bedurfte, um eine solch kleine, aber immens wichtige, Einrichtungen innerhalb unserer Kommune zu verwirklichen.

Nicht nur der Krieg in der Ukraine ließ für uns in Mühlhausen schließlich gar keinen Schluss zu, als den Kooperationsvertrag zum Integrationsmanagement zu verlängern. Auch die bereits bei uns lebenden Menschen, egal ob geflüchtet oder zugewandert, profitieren enorm von der Arbeit, die Frau Lenz und Herr Katawi leisten. Integration hört ja nicht auf, nur weil ein Vertrag ausläuft. In unserem Falle sind wir natürlich auch froh, dass das Ministerium für Soziales und Integration BaWü die Förderung auf nun insgesamt 96 Monate verlängerte.

Der Krieg in der Ukraine führte bereits viele Menschen zu uns. Insgesamt leben derzeit 74 Flüchtlinge in unserer Gemeinde. 37 Personen konnten aufgrund privater Initiativen untergebracht werden. Hierfür bedanken wir uns bereits jetzt, für dieses große Zeichen der Solidarität bei den Mitbürgerinnen und Mitbürgern der Gesamtgemeinde! In diesem Jahr erwartet die Gemeindeverwaltung allerdings noch weitere 103 Flüchtlinge, weshalb bereits mehrfach zusätzlicher Wohnraum gesucht, angemietet und umgebaut wird. Der Krieg dauert nun annähernd 80 Tage und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere ukrainische Familien den Weg nach Deutschland suchen. Auch deshalb forderten Frau Lenz (als Integrationsbeauftragte beim Gemeindeverwaltungsverband beschäftigt) und Herr Katawi (als Integrationsmanager für 17 Stunden pro Woche für Mühlhausen tätig), dass ihre Arbeit durch eine personelle Aufstockung unterstützt werden soll. Schließlich greifen neben Mühlhausen auch die Gemeinden Angelbachtal, Dielheim, Malsch, Rauenberg und Zuzenhausen auf das Integrationsmanagement zu. Den nötigen Haushaltsmitteln in Höhe von 3.641 € pro Jahr (für Verwaltungs- und Sachkosten) stimmte die SPD-Fraktion daher gerne zu. Stellen diese Ausgaben schließlich nur Peanuts dar, für die Wirkung, die sie schließlich für unsere Gemeinde und Gesellschaft erzielen.

Für die SPD: Holger Schröder

 

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