Bericht aus dem Gemeinderat – Schulen bildeten einen Schwerpunkt

Veröffentlicht am 01.12.2022 in Gemeinderatsfraktion

Weitere Beratungen zum baulichen Umgang mit der Kraichgauschule

 

Wie sollte es mit der Kraichgauschule nun weitergehen? Diese zentrale Frage war der „weiße Elefant im Raum“, den jedoch niemand so wirklich benennen wollte. Doch werfen wir zunächst einen Blick zurück.

Die Gesamtgemeinde Mühlhausen darf an schöner, erhöhter Waldrandlage eine Grundschule mit Gemeinschaftsschule ihr Eigen nennen. Der Neubau der Hauptschule geht auf das Jahr 1973 zurück und wurde in der Folge immer wieder (energetisch-) saniert und erweitert. 1991 folgte der Neubau des heutigen Grundschulgebäudes. Als sich der Gemeinderat im Jahr 2015 dafür entschied, die Werkrealschule zu einer Gemeinschaftsschule umzuwandeln, sicherte man den Schulstandort für die nächsten Jahre.

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Doch nun fangen die Versäumnisse an: Bezüglich des Grundschulgebäudes wurde bei 2 Gutachten (zum sommerlichen Wärmeschutz 18/19 und zum winterlichen Wärmeschutz 19/20) bereits festgestellt, dass das Gebäude massive Mängel aufweist. Unter anderem durch die Verwendung verschiedener Baustoffe, die in der Art und Weise nie hätten zusammen verbaut werden dürfen (Holz auf Metall u.a.), führt dies zu einem Raumklima, welches fast zu jeder Jahreszeit als „ungünstig“ beschrieben werden darf. Die SPD stand schon immer im engen Austausch mit der Schulleitung der Kraichgauschule und nachdem der alte Gemeinderat, die aus dem Jahr 2018 stammende Planung bzgl. einer Erweiterung zugunsten eines „Gesamtkonzepts“ verschob, holte man sich im Jahr 2019 die neuesten Informationen bei einem Vorort Termin – damals noch unter dem Schulleiter Schmitz – ein. Hierbei, wie auch durch die zahlreichen Gespräche und Zuschriften von und mit Kolleg/-innen und Eltern, wurde mehr als deutlich, dass dringender Handlungsbedarf besteht! Im Sommer, und hierbei reichen bereits Außentemperaturen von ca. 25°C und Sonnenschein aus, ist es in den Innenräumen bereits drückend und heiß. Ein sehr hoher Verglasungsanteil (Oberlichter), eine Leichtbauweise und eine innenliegende Beschattung führen dazu, dass die Wärme nicht effizient genug abgehalten werden kann. Im Winter führt die unzureichende Dämmung und z.T. offenstehende „Oberlichter“ dazu, dass nicht nachhaltig geheizt werden kann und auch Feuchtigkeit eindringt. Der mit Schulbauten erfahrene Architekt Gerhard Wolf (Stuttgarter Büro Michel + Wolf), dieser hatte wenige Jahre zuvor die Mensa, die Schulturnhalle sowie den Pausenhof in Walldorf geplant, stellte in dieser Sitzung auch seine Machbarkeitsstudie 2022 zum Schulzentrum in Mühlhausen vor. Dieses beinhaltete auch die Vorüberlegungen aus den Jahren 2019/20 und legte sich dankenswerterweise keine Denkbarrieren auf. Bzgl. des Grundschulgebäudes blieb es lediglich bei einem optisch schön anzusehenden Ensemble. Neben dem o.g. Mängeln („hoher Sanierungsstau“) kommen noch Mängel hinsichtlich der Bauphysik, (geringfügige) im Bereich des Brandschutzes und die fehlende Barrierefreiheit hinzu. Einige Mängel müssen bereits vor über 30 Jahren bekannt und offensichtlich gewesen sein. Man kann sich schon wundern, dass damals nicht die Leistungsphase 9 der HOAI griff.

Die Kraichgauschule kann jedoch nicht singulär mit ihrem Grundschulzweig (Primarstufe) gedacht werden, wie das die CDU-Fraktion immer so gerne tut, sondern muss auch mit dem Gemeinschaftsschulzweig (der Sekundarstufe I) und der Ganztagsbetreuung (Kernzeit) zusammen gedacht werden! Letztere wirkt ja bekannterweise in die Grundschule hinein und kann räumlich momentan nur dezentral und bei unbefriedigendem Platzangebot durchgeführt werden. Bereits dem alten Rat und dem Bürgermeister muss 2015 bewusst gewesen sein, dass die Weiterentwicklung der Kraichgauschule zur Gemeinschaftsschule an einem fest definierten (Fach-) Raum-Konzept gebunden ist! Dies bestätigte Bgm. Spanberger sogar gegenüber der RNZ, als diese die Rathauschefs der umliegenden Gemeinden unter dem Titel „Sanierung rund um Wiesloch/Walldorf ist Dauerthema“ befragte. So stellte unser Bürgermeister fest: „Die Kraichgauschule wurde vor wenigen Jahren saniert, mittelfristig will man für den Gemeinschaftsschulbetrieb zusätzliche Räume schaffen.“ (Q. RNZ vom 13.11.2015) Passiert ist bisher wenig, um es gelinde auszudrücken. Auch die Bedarfsanalysen der Schuleiter aus den Jahren Juni 2019 und Juni 2022 brachten nicht die erhoffte Einsicht in schnelles Handeln. Doch den Mängeln muss nachdrücklich Abhilfe verschafft werden, was auch die Einsetzung einer Schulbaukommission nicht beschleunigen konnte. Die SPD stellt fest, dass wir uns bereits im Jahr 2015 mit einem Architekten vom Kaliber eines Gerhard Wolf hätten zusammen setzen müssen, um die Möglichkeiten ausloten zu können. So ist lediglich kostbare Zeit verstrichen, Baupreise weiter in die Höhe geschnellt, der Sanierungsstau in unserer Gemeinde weiter gewachsen und die Situation für Schüler/-innen und Lehrer/-innen nicht verbessert. Allein die Vorbereitungen dauern nun bis ins Jahr 2025 an und die Probleme werden sprichwörtlich nicht kleiner. So sprach jüngst der neue Schulleiter der Kraichgauschule, Herr Menges, von einer vitalen Schule, welche seine Schülerzahlen sogar steigere.

Ohne genaue Untersuchungen konnte Herr Wolf in der vergangenen Gemeinderatssitzung lediglich einige Varianten umreißen, die die Schulsituation wieder auf gesunde Füße stellen sollen. Neben einer Variante „a“ (beinhaltet die Erweiterung der Sekundar- und Primarstufe incl. Ganztagsbereich; das Grundschulgebäude bleibt bestehen und muss entsprechend saniert werden) finden sich auch die Varianten „b“ und „c“. Diese unterscheiden sich hauptsächlich darin, dass man nach eingehenden Untersuchungen davon ausgehen muss, dass das Grundschulgebäude abgebrochen und neu errichtet werden muss (keine wirtschaftliche Sanierung möglich). Dieser Grundschulneubau deckt nicht nur die Raumbedarfe der Grundschule (incl. Barrierefreiheit uvam.) und der Gemeinschaftsschule ab, sondern berücksichtigt sogleich auch die Anforderungen an das Ganztagsangebot, auf welches Eltern ab dem Schuljahr 2025/26 einen Rechtsanspruch haben!

Dass von Seiten der CDU zu hören war, dass man das Grundschulgebäude auf jeden Fall erhalten wolle, löste zuweilen Kopfschütteln aus. Für die SPD ist klar, dass über das weitere Vorgehen nur dann vernünftig entschieden werden kann, wenn endlich alle Fakten und Zahlen auf dem Tisch liegen. Um eben diese ermitteln zu können, bedurfte es des Beschlusses in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die SPD wunderte sich doch sehr darüber, wie wiederholt versucht wurde, dringend nötige Projekte auszubremsen, zu verschieben und so den Sanierungsstau weiter zu vergrößern. Dies stellen wir zu weilen bei anderen Vorhaben ebenfalls fest, weshalb die Gemeinde nun zunehmend in die Bredouille gerät, welche Projekte sie wie und wann angehen bzw. realisieren soll. Somit ist der eingangs angesprochene „weiße Elefant“ die Frage, ob wir an der Sekundarstufe in Mühlhausen festhalten, oder diese (aus Kostengründen?) in Frage stellen. Die SPD tut dies NICHT und möchte neben anderen wichtigen investiven Maßnahmen einen Weg gestalten, der allen unabdingbaren Projekten Rechnung trägt.

 

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