
Die Veranstaltung „Regionale Wirtschaft stärken!“ am 18. September im Bürgerhaus war bereits durch die Gliederung und Organisation in einen Veranstaltungsteil für eine Fach- und eine breite Öffentlichkeit ein Experiment. Immerhin waren rund 35 Gäste bereits in diesem für Experten ausgewiesenen Teil anwesend. Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung (u.a. drei BürgermeisterInnen der Region), Wissenschaft, Wirtschaft und Politik konnten teilhaben am Praxiswissen des früheren Kämmerers der Stadt Karlsruhe, Prof. Dr. Uwe Hochmuth, der 12 Gründerzentren bzw. Gewerbezentren von Karlsruhe und ihre jeweiligen Besonderheiten vorstellte. Einen Teil dieser Zentren konnte er während seiner Amtszeit umsetzen, daher war auch mit den Finanzierungs- und Rechtsfragen bestens vertraut. Eines der Zentren, das „Gewerkhaus,“ wurde erst im Juli dieses Jahr eröffnet und ermöglicht Gründern aus verschiedenen Handwerksbereichen in acht verschiedenen Werkstatttypen (Holz, Metall, IT, …) mit Flächen von 50 bis 130 qm für 6 € / qm für einen Zeitraum von fünf Jahren (mit der Option einer Verlängerung von zwei Jahren) einen Start in die Selbständigkeit. Die weiteren Gründerzentren gehen teilweise zurück bis in die 1980er Jahre und haben mittlerweile die zweite oder gar dritte Generation unter ihrem Dach bzw. in ihrem Hof (z.B. Gewerbehof / Freihof). Der wirtschaftliche Erfolg für die Stadt und die gesamte Region ist unübersehbar.
Zum besonderen Charme dieser Gründerzentren zählt sicher, dass sie in ihrer Größe, Branchenzuordnung und ihrer Kombination mit weiteren Funktionen sich den jeweiligen Anforderungen und Wünschen in den Gemeinden anpassen lassen. Attraktiv ist beispielsweise eine Verknüpfung der (Gründer-)Werkstätten mit Repair-Cafés, Jugendwerkstätten oder mit Kultureinrichtungen.
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