Mit Highspeed in Richtung Zukunft

Veröffentlicht am 18.11.2021 in Gemeinderatsfraktion

Wenn es nicht so wichtig wäre, könnten wir uns zurücklehnen und mal schauen was bei der Nachfragebündelung so passiert. Doch auch der Glasfaserausbau ist uns so wichtig, weshalb wir erneut, nach einer ersten Veröffentlichung in der Gemeinderundschau Nr. 41 (vom 14.10.2021), darüber informieren wollen. In der noch bis zum 18.12.2021 laufenden Nachfragebündelung entscheidet sich nun, ob wir als Gesamtgemeinde Mühlhausen die 40%-Marke knacken (momentan stehen wir bei 24%! (Stand: 15.11.2021)) und damit einen Breitbandausbau per Glasfaser in Mühlhausen, Rettigheim und Tairnbach möglich machen können.

Das Interesse am Thema scheint geweckt, wie eine erste Online-Veranstaltung der „Deutschen Glasfaser“ mit bis zu 285 Teilnehmer, die vielen (Großflächen-) Plakate und die Einrichtung eines Servicepunkts im Gemeindezentrum Mühlhausen (geöffnet jeden Freitag – übrigens während des Wochenmarkts – von 10:00 – 17:30 Uhr) belegen. Wir möchten alle Mitbürgerinnen und Mitbürger weiterhin dazu aufrufen, sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen und ihr Haus fit für die digitale Zukunft zu machen! Neben den bereits genannten Infomöglichkeiten stehen allen Interessierten auch die Vertriebsmitarbeiterinnen und Vertriebsmitarbeiter zur Verfügung, die noch 4 Wochen durch unsere Gemeinde ziehen werden. Darüber hinaus veranstaltet die „Deutsche Glasfaser“ am heutigen Donnerstag, den 18.11.2021 in Rettigheim um 18.00 Uhr (Gemeindezentrum St. Nikolaus, Bürgersaal, Malscher Str. 14) und in Mühlhausen um 20.30 Uhr (Bürgerhaus Mühlhausen, Bürgersaal, Schulstr. 6) weitere Infoabende in Präsenz. Bereits am 16.11.2021 fand eine solche Veranstaltung auch in Tairnbach statt. Hier soll es jeweils die Möglichkeit geben, direkt auch Nachfragen stellen zu können.

Die Deutsche Glasfaser realisiert den Breitbandausbau in der Gesamtgemeinde Mühlhausen als sog. „offenes Netz“. D.h., dass nach den ersten 24 Monaten kein Internetprovider ausgeschlossen wird. Jeder Internetprovider kann seinen Service als Dienstleister anbieten. Das unterbindet eine Monopolbildung und belebt wiederum den Wettbewerb.

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Warum ist schnelles Internet für die Gesamtgemeinde (immer noch) so wichtig?

Zu Beginn kommt man nicht umhin, zunächst nochmal auf die Corona-Pandemie zu verweisen. Die Pandemie zeigte uns erste große Veränderungen hin zur Arbeitswelt der Zukunft. Auch in der Zeit nach Corona wird das zumindest tageweise Arbeiten im Homeoffice erhalten bleiben. Hierfür, wie auch für zukünftige Homeschooling-Angebote oder Nachhilfe, wird ein tragfähiges und belastbares Breitbandnetz benötigt.

Ein ausgebautes Glasfasernetz trägt jedoch auch einer veränderten Mediennutzung Rechnung: Aktuell erkennt man eine deutliche Veränderung in der Medienwelt. Neben den privaten Anbietern (sog. Streamingdienste) stellen auch die öffentlich-rechtlichen Anstalten zunehmend Filme und Reportagen in ihren Mediatheken zur Verfügung. Bei gleichzeitig höherer Auflösung werden dafür größere Datenmengen pro Haushalt benötigt, weshalb auch hierfür ein gutes Glasfasernetz sinnvoll ist.

Die Immobilienpreise steigern sich derzeit auch bei uns in ungeahnte Höhen. Diejenigen Eigenheimbesitzer und junge Familien, die es dennoch geschafft haben, können den Wert ihrer Immobilie durch den Breitbandausbau nochmals steigern. Umgekehrt wird es in den nächsten Jahren zu einem Nachteil werden, wenn kein Breitbandanschluss vorhanden ist.

Zuletzt möchten wir noch ein technisches Argument nennen, die Stabilität: Bei herkömmlichen Internetanschlüssen auf Kupferbasis sinkt die Bandbreite, je mehr Teilnehmer gleichzeitig auf der Leitung sind. Diesen Nachteil gibt es bei Glasfaser nicht mehr!

Ein Blick in die Zukunft

Auch wenn heute die vorhandene Bandbreite der Internetverbindung an einigen Stellen in unserer Gemeinde noch ausreichen mag, wird es eine dynamische Veränderung der Angebote aus dem Internet geben. Über die o.g. Argumente hinaus, wäre es begrüßenswert, wenn wir solidarisch mit all denjenigen wären, die bisher auf keine große Bandbreite zurückgreifen können.

Zukünftig könnten uns noch weitere digitale Umstellungen bevorstehen:

  • Ob man es will oder nicht, einige Herausforderungen im ländlichen Bereich wird man zumindest teilweise lösen können. Als Beispiel seien Online-Fachberatungen von Ärzten oder Apotheken, Rechtsanwälten oder auch Verwaltungen genannt.
  • Zukünftig werden immer mehr (Haushalts-) Geräte ins heimische Wlan eingebunden. Auch dies bedarf ein stabiles und gut ausgebautes Breitbandnetz, welches durch einen Glasfaseranschluss gewährleistet werden kann.
  • Die Auslagerung von persönlichen Dokumenten und Bildern in die s.g. Cloud wird zunehmend genutzt und benötigt Bandbreite vor allem im Upload.
  • Fazit: Nur Orte mit Glasfaserhausanschluss werden diese Vorteile sicher nutzen können. Deshalb möchte auch die SPD Mühlhausen-Rettigheim-Tairnbach an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger der Gesamtgemeinde appellieren, dieses Angebot der „Deutschen Glasfaser“ ernsthaft in Erwägung zu ziehen und den eigenen Haushalt, wie auch die Gemeinde Mühlhausen an die „Zukunft anzuschließen“. Weitere Informationen finden Sie auch über: https://www.deutsche-glasfaser.de/netzausbau/gebiete/muehlhausen-rhein-neckar/

Für die SPD: Holger Schröder

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